Kulturhauptstadt 2010?
Gestern ist mir etwas zu Ohren gekommen, dass ich an dieser Stelle gerne loswerden möchte. Bereits vor einigen Jahren haben wir mit unserer damaligen Musikcombo Fame But Insane (leider aufgelöst) an den Rocktagen West teilgenommen. Bei dieser Musikveranstaltung wurde von diversen Juroren ein Sieger nach verschiedenen Kriterien bestimmt, der neben einem zweitägigen Studioaufenthalt auch einen Auftritt auf dem Stadtfestival Essen Original gewinnen sollte. Dieses Jahr werden wir mit unserer aktuellen Band CJ Parker an den Rocktagen Ost teilnehmen. Dort allerdings wurde der Auftritt auf dem Festival von den Veranstaltern gestrichen.
In einem Schreiben an die Veranstalter der Rocktage wurde als Begründung mitgeteilt, man visiere künftig Publikum ab einem Alter von 30 Jahren und älter an, im einzelnen Menschen, denen der Preis von EUR 3,-- für ein Bier der Größe 0,25 Liter nicht zu viel sei. Aus diesen oder ähnlichen Gründen werde auch nahezu jede der sonst über die gesamte Fläche der Innenstadt verteilten Bühnen geschlossen.
Fassen wir also zusammen: Obwohl Essen zur Kulturhauptstadt 2010 gewählt worden ist, dessen Bestandteil auch die Jugend ist, wollen Gerüchten zufolge die Veranstalter des wohl größten Stadtfestivals Essens viele für Jugendliche interessante Bühnen schließen und jungen Bands augenscheinlich aus finanziellen Gründen Auftritte verweigern.
Liebe Veranstalter, obwohl mir der Getränkepreis mit 3 Euro in keinster Weise zu teuer ist, werde ich aufgrund dieser Politik bis auf Weiteres Ihre Veranstaltung meiden.
Geneigte Leser hingegen sind dazu eingeladen, in den Kommentaren alternative Veranstaltungen von der Zeit vom 28. bis 30. August dieses Jahres anzukündigen.
Reporter ohne Grenzen gegen Internetzensur
Facebook Account (endlich) löschen
Wieso genau ich mich damals bei Facebook registriert habe, ist mir heute ein Rätsel. Weshalb dann noch mein Account so lange in diesem Datenschutzparadies vor sich her vegetiert ist, ohne dass es mich wirklich interessiert hat ist eigentlich unverzeihlich, wenn man bedenkt, wie viel Wert ich im Normalfall auf den Schutz meiner privaten Daten lege. Bereits vor Monaten wollte ich dem ein Ende setzen, doch es erwies sich damals als nicht möglich seinen Account zu löschen; lediglich eine "Deaktivierung" war möglich. Nachdem ich vor zwei Wochen den Support anschieb, um meine Daten entgültig zu löschen verwies man mich auf eine Seite, über die ich das selbst machen könne. Heute suchte ich abermals vergebens den Link zur Löschseite, bis ich auf einem Blog [Update vom 25.02.2010: Die Seite ist leider nicht mehr erreichbar] endlich einen Direktlink fand, über den man seinen Account nach einer Frist von 14 Tagen endgültig löschen kann.
Diese Tortur ist nicht nur nervig, sondern geradezu eine Farce und zu Zeiten, in denen Datenschutz glücklicherweise öfter in den Medien genannt und dennoch viel zu klein geschrieben wird unverzeihlich! Aus diesem Grunde gibt es von mir als Belohnung für Facebook sogar einen Backlink: Zur Löschseite.
Liebe Facebook-Betreiber (wer auch immer ihr sein mögt, ich möchte nicht auch noch Euer Impressum suchen): Klarer Daumen nach unten!
CJ Parker spielt im "Dat Links"
Nachdem mein letzter Artikel wieder was technisches war, mache ich heute mal Werbung in eigener Sache.
CJ Parker spielt am kommenden Freitag, den 13. März 2009 ab 19:00 Uhr im "Dat Links" in Essen. Neben uns sind noch zwei weitere Bands mit von der Partie.
Alle Fakten im Überblick:
- Konzert, CJ Parker
- Ort: Dat Links, Armstr. 16-18, Essen
- Zeit: ab 19:00 Uhr
- Eintritt: 3 Euro
In diesem Sinne: Bis Freitag...
FPS-3003 mit "alter" Firmware flashen
Vor kurzem ist leider einer der beiden USB Ports meines LevelOne Printservers FPS-3003 abgeraucht. Damit ich nur das Gerät tauschen muss und nicht noch das Netzteil, habe ich mir den selben Printserver erneut bestellt - vermeindlich den selben.
Die aktuelle Version 4 des Geräts wird nämlich mit einer völlig anderen Firmware ausgeliefert, die direktes drucken über LPR Warteschlagen oder RAW Ports 9100 und 9101 nicht mehr unterstützt. Ausschließlich die Fileserver-Funktionen über Samba und FTP sind geblieben, alles Übrige wird durch eine neue Software ersetzt, die (ausschließlich unter Windows) mit den angeschlossenen Druckern verbinden kann. Die Firmware lässt sich zwar über die Weboberfläche updaten, allerdings kann keine Firmware für Geräteversion 3 installiert werden, die die gewünschte Funktionalität auf dem augenscheinlich baugleichen Gerät Version 4 bereitstellt.
Über einen Umweg lässt sich dennoch die Firmware Version 1.26 [Update vom 29.12.2010: Deeplink nicht mehr möglich, siehe Kommentar von Rolf] auf dem Gerät installieren: über TFTP. Vorraussetzung dazu ist ein entsprechender Client auf einem Host im Netzwerk. Unter Vista beispielsweise kann ein solcher über Systemsteuerung/Programme und Funktionen/Windows-Funktionen ein- oder ausschalten nachinstalliert werden, eine Installation unter Windows XP ist ebenfalls möglich. Da TFTP ein einfaches und bekanntes Protokoll ist, gibt es aber auch für jede erdenkliche Linux Distribution entsprechende Clients.
Nun muss der TFTP-Server des Printservers aktiviert werden. Dazu befindet sich ein Taster mit der Aufschrift init am Gerät, der gedrückt werden muss, während die Stromversorgung des FPS-3003 zunächst getrennt und dann wiederhergestellt werden muss. Die blinkenden LEDs für beide USB-Ports signalisieren den erfolgreichen Start dieses "Rettungsmodus". Alle Einstellungen gehen jedoch leider bei diesem Vorgang verloren, so auch die IP-Adressen, die in diesem Modus auch nicht via DHCP bezogen werden. Demzufolge muss der Client, von dem aus die Firmware geflasht werden soll zunächst in das selbe Subnetz gebracht werden (Auslieferzustand des Printservers ist 192.168.1.10/24), das heißt, dem Host muss beispielsweise die IP-Adresse 192.168.1.1 und die Subnetzmaske 255.255.255.0 statisch zugewiesen werden, damit beide Geräte untereinander kommunizieren können.
Nun muss über die Kommandozeile (in Windows XP und Vista erreichbar über Start/Ausführen/cmd) die Firmware auf das Gerät übertragen werden. Damit dieser Vorgang erfolgreich abgeschlossen werden kann ist es nötig, die Firmware-Datei (mit der Dateiendung .bin) in app.bin umzubenennen. Der anschließende Konsolenaufruf
tftp -i 192.168.1.10 PUT app.bin
überträgt nun die Firmware aufs Gerät. Nun kann die Einrichtung über die Weboberfläche des Printservers beginnen: Viola, sogar die LPR und RAW Einstellungen lassen sich nun wieder vornehmen.
Abschließend möchte ich jedoch darauf aufmerksam machen, dass flashen von Hardware immer auch schief gehen und das Gerät dadurch kaputt gehen kann. Daher empfiehlt sich auch eine Sicherung der aktuellen Firmware (auch das ist sicher über TFTP möglich, allerdings habe ich das nicht getestet), um den Ursprungszustand wiederherstellen zu können. Ob durch die Ersetzung der Firmware durch eine andere Version die Herstellergarantie erlischt, ist mir leider nicht bekannt.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim flashen...










